Buchhandlung Baeuchle

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Buchtipp: Montecristo

Martin Suter



Wieder mal ein Suter mit Krimielementen. In Montecristo nimmt Suter die Schweizer Finanzwelt kenntnisreich auseinander. Sein Protagonist Jonas Brand befindet sich im Intercity, als dieser anhält, weil ein Mitreisender aus dem IC gefallen ist. Kurze Zeit später spielt ihm der Zufall zwei Hundertfrankenscheine mit derselben Seriennummer in die Hände und damit beginnt eine wilde Jagd hinter Bankiers, Gelddruckereién und die Verwirklichung von Brands Traum, einem Kinofilm, Realität zu werden.

Teilweise scheint mir Montecristo sehr kontruiert, dann wieder strotzt dieses Büchlein vor Kenntnisreichtum und Insiderwissen, in der Schweiz wird Suter gar wie sein Kollege Jean Ziegler als Nestbeschmutzer gehandelt, oder geadelt, denn zumindest was die innerschweizerischen Verkaufszahlen angeht, ein Nestbeschmutzer geht immer...

Suter geht am Ende seines Romans einen höchst interessanten Weg und diese Lösung ist das wirklich interessante und beachtenswerte an "Montecristo". Der Held Jonas Brand steht am Scheideweg:
Reden und schreiben: Wahrheitsliebend, gerecht und aufrecht in den sicheren Tod
oder
Schweigen und verbergen: Reich, geachtet und gemeinsam mit der Frau, die er liebt in eine erfolgreiche Zukunft voller wunderbarer Aussichten.

Diese Entscheidung Brands ist für mich das eigentlich spannende an der ganzen Geschichte und das interessanteste am ganzen Buch!

Tags: Krimi, Schweiz

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