Buchhandlung Baeuchle

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Buchtipp: Ein Monat auf dem Land

Josef.L. Carr



Im Sommer 1920 steigt der junge Tom Birkin im nordenglischen Dorf Oxgodby aus dem Zug. Das ganze Dorf weiß bereits, dass und warum er kommt: Der stotternde junge Restaurator mit den zuckenden Gesichtszügen soll das mittelalterliche Gemälde in der uralten kleinen Dorfkirche auf die testamentarische Verfügung einer verstorbenen Dorfbewohnerin hin, freilegen. Dieses kleine Büchlein erschien in England bereits 1980 und wurde nun erstmals ins Deutsche übersetzt. Es ist die Geschichte eines herrlichen Sommers, es ist die Geschichte einer langsamen Heilung, es ist die Geschichte eines Landstriches. Dieses kleine Bändchen ist ein kleines feines Juwel, kurz und elegant beschreibt Carr und erweckt das Dorf vor den Augen des Lesers zum Leben, wir lernen Tom Birkin und gemeinsam mit ihm das ganze Dorf kennen, wir gehen mit ihm spazieren und lassen die Sommersonne Nordenglands auf uns scheinen. Und wir genesen langsam von den tiefen Wunden, die der Krieg uns schlug und bewältigen die böse Trennung von unserer Frau Vinny, die den traumatischen Kriegserlebnissen folgte. Dieses kleine Buch ist die Geschichte eines Dorfes, eines Sommers dort und die Geschichte einer Heilung. Wunderbar, ein echter Lesegenuss für anspruchsvolle Leser.

Tags: Entwicklungsroman, Erster Weltkrieg, Schottland

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